VIVA LA MENSTRUATION

Blutig. Wie jeden Monat. Oh, ich sollte eventuell vorwegnehmen, dass es folgt um einen normalen Körpervorgang bei Frauen geht. Viele finden das eklig und sollten daher JETZT die Seite verlassen. Oder sich im Nachgang nicht beschweren, dass das alles sooooo eklig ist.

Es ist wirklich faszinierend wie die weibliche Monatsblutung stigmatisiert wird. Klar, unangenehm ist es und oftmals hat das Ganze noch die ein oder andere unangenehme Begleiterscheinung. Aber was genau passiert denn da? Und wieso darf frau da nicht offen drüber sprechen? Wir sollten möglichst gar nicht bluten, stets fröhlich sein, keine Schmerzen haben und am besten auch gar nicht drüber reden. Rote Flecken auf der Hose sind der Super-GAU. So ein Scheiß! Ich selbst habe mich damit auch nie wirklich befasst. Irgendwann zwischen 11-15 bekommt man sie das erste mal, dann hat man sie einmal im Monat und hat man schlechte Laune, bekommt man sie oft angehangen; die Periode. Irgendwie kam ich drumherum, mir darüber ernsthaft Gedanken zu machen. Klar, wieso auch?! Inzwischen denke ich mir aber, dass das ja zu meinem Körper gehört und ich das genauso wahrnehmen und ernstnehmen sollte wie alles andere auch.

Viele Dinge sind ganz selbstverständlich in unseren Breitengraden, dazu gehört die Benutzung von Tampons und die Einnahme der Pille. Letzteres oftmals auch, um die Periode „ausfallen“ zu lassen. Früher habe ich die Pille auch genommen und ein- zweimal habe ich sie auch zwei Monate durchgenommen, um meine Tage nicht zu bekommen. Aber ist das nicht irgendwie unnatürlich? Es hat sich jedenfalls komisch angefühlt, den eigenen Körper zu verarschen. Ich bin echt nicht scharf drauf, meine Tage zu bekommen, vor allem weil ich dann echt krasse Schmerzen habe und mein ganzer Körper verrückt spielt. Aber irgendwie möchte ich das auch nicht umgehen. Schließlich hat diese Blutung eine reinigende Funktion und das wird schon alles seinen Sinn haben. Ich habe für mich persönlich entschieden, das Ganze einmal im Monat auszusitzen und hinzunehmen.

Eigentlich wollte ich jetzt nicht über die Sinnhaftigkeit der Periode oder über Verhütungsmittel philosophieren, sondern über das Thema Monatshygiene schreiben. Denn auch ich habe immer Tampons benutzt, ohne mir auch nur eine Sekunde Gedanken darüber zu machen. Irgendwie ist das aber ziemlich bekloppt. Man führt etwas in seinen Körper ein, lässt es dort über Stunden und macht sich keine Gedanken dazu?! Neulich kam aber der große Hammer – bääääääääääääääm – fiel er auf meinen Kopf. Und ich habe mich echt erschrocken. Ich las einen Artikel im Vice Magazine über eine junge Dame die am TSS Syndrom erkrankte. Das toxische Schocksyndrom ist eine „Nebenwirkung“ der Tamponnutzung. Klar, steht in jedem Beipackzettel drin, aber wen juckt das schon?! TSS – als ob das jemand bekommen würde!? Und dann dieser Artikel über die Frau die jetzt nur noch ein Bein hat, weil die Umstände ungünstig waren und sie einen Tampon benutzte. Das war mir extrem unheimlich. Okay, klar – wenn ich jetzt auf die Straße gehe, kann ich auch überfahren werden. Gefahren lauern doch irgendwie überall. Aber ich fand die Tatsache, dass man sich gar nicht wirklich über die Risiken bewusst ist, erschreckend.

Ich fing an, mich mal intensiv mit der Thematik zu befassen. Habe mich so durchs Netz gewühlt, viel Informatives aber auch Schrott gefunden und mir meine Gedanken dazu gemacht. Dass Tampons nicht mehr nur aus Baumwolle bestehen, sondern oft aus Chemiefasern wusste ich z.B. gar nicht. Oder habe mir keine Gedanken dazu gemacht. Und dass bei der Herstellung natürlich diverse Chemikalien zum Einsatz kommen. Pestizide beim Baumwollanbau, Chlor zum Bleichen et cetera.
Chemiegedöns an meinem empfindlichsten Körperteil, zu dem noch eine Schleimhaut – ich weiß ja niiiiiiiiiisch. Mir wurde aufgrund der Blasenentzündungsthematik schon ganz oft zu Baumwoll-Schlüppis geraten, weil Synthetikfasern einfach einen guten Nährboden für alles mögliche bilden. Klingt ja auch logisch. Im Körper drin verhält sich das ganz ähnlich.

Das aufgesaugte Blut in diesem chemiefaser Stöpsel ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien. Keine tolle Vorstellung irgendwie. Lange Rede; ich habe schon total viel von diesen Menstruationstassen gelesen und gehört und sehe sie jedesmal wenn ich bei Veganz einkaufen bin. Kleine lustige bunte Tässchen aus medizinischem Silikon oder Latex, die man laut Hersteller bis zu 10 Jahr verwenden kann. Klingt ja erstmal ganz gut. Vor allem wenn man bedenkt, dass rund zwei Milliarden Tampons (die jährlich in Deutschland verkauft werden) ziemlich viel Müll sind. Etwas wiederzuverwenden finde ich immer gut, also habe ich mir das mal gekauft. Um die 10 Euro hat der Spaß gekostet und die Tasse kam sogar mit einem kleinen Schutzsäckchen in lila. Ich habe mich übrigens für ein rotes Modell entschieden, passend zum Thema quasi. Außerdem gibt es verschiedene Größen und jede Frau kann individuell wählen.

Komisch war das schon. Ich habe die Anleitung fünfmal gelesen um bloß nichts falsch zu machen. Erstmal mit heißem Wasser ausgekocht um alle Bakterien abzutöten und dann nach Anleitung eingebaut. War voll easy und man merkt das Ding gar nicht. Der Umstand, dass in der Tasse das Blut gesammelt wird und man es in das Klo gießen muss wenn man die Tasse rausholt, ist sehr ungewohnt! Ich war mir nie darüber im Klaren wie viel Blut ich eigentlich so verlieren. Die Tasse hat aber ein großes Fassungsvermögen mit knapp 30 Millilitern. Und man kann sie auch bis zu 12 Stunden drin lassen – was ich sehr angenehm finde. Außerdem saugt sich da nichts voll oder läuft aus – meeeeeeeeeeeeega gut!!
Ich bin zur Zeit noch in der ersten Testphase und es ist wirklich noch sehr ungewohnt und vor allem komisch, wenn man es sein halbes Leben anders gehandhabt hat. Aber wir sind auch nur Gewohnheitstiere und spätestens im nächsten Monat wird das Routine sein.

Ich kann jedem empfehlen, diese Tässchen selbst zu testen, nicht nur weil man Geld spart und die Umwelt schont. Irgendwie hat mich das Ganze persönlich ein Stück weiter gebracht, ich habe mich mit mir und meinem Körper befasst.

Man, klingt das esoterisch – aber hey, irgendwie ist das auch cool.
“Women complain about premenstrual syndrome, but I think of it as the only time of the month that I can be myself.”
― Roseanne Barr

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31 Comments

  1. Franzi

    Ich hab meine Menstruationstasse schon seit einem Jahr und ich LIEBE das DING! Ich wüsste nicht was ich ohne machen soll, es spart so viel Geld, erzeugt so wenig Müll und ist so praktisch zum Reisen! Kann ich nur jeder Frau empfehlen! 🙂

  2. Enja

    Ich nehm die Pille auch echt immer richtig lange durch damit ich die paar Tage Unwohlsein umgehen kann. Aber ich denk es ist definitiv besser wie du es machst. Von den Tässchen hab ich noch nie gehört und find die Idee Mega – Danke fürs drauf aufmerksam machen ! Hätte nur Angst dass ich Tollpatsch das Tässchen fallen lass aber ich werds auf jeden Fall ausprobieren 🙂

    1. VictoriaVanViolence

      Hallo du da 🙂
      Ja, man sollte schon etwas aufpassen – aber ein benutzer Tampon sollte einem ja möglichst auch nicht auf den Boden fallen 😉 Also alles machbar. Finde es super, dass du es ausprobieren magst 🙂

  3. Susi

    Ich finde das gerade irgendwie sehr gruselig – nicht wegen der Menstruationstasse, sondern deshalb, weil gerade heute meine Kollegin auf Arbeit (Apotheke) sich auch einen „Ladys Cup“ bestellt hat und ich erstmal ganz ungläubig daneben stand, als das Ding ankam.
    Dann fing sie an zu erzählen, dass sie eine Sendung bei Quarks&Co dazu gesehen hat und das jetzt auch ausprobieren will… und Tschakk – nun schreibst du dazu auch etwas. Murphys Gesetz deluxe!! 😀

    Aber das Argument des Wiederverwendens ist wirklich top! Davon bin ich auch ein Fan und werde wohl, nachdem der letzte Vorrat Tampons aufgebraucht ist, das ganze auch einmal ausprobieren. =)

  4. Momo

    Finde das Ding eigentlich eine super Sache, sowohl vom Nachhaltigkeits- als auch vom Gesundheitsaspekt.
    Einzig zum Wechseln unterwegs stelle ich es mir etwas schwierig vor, wo soll man das Ding dann auswaschen (Im Restaurant/Club/auf Arbeit o.Ä)?
    Wenn jemand mir eine gute Lösung hat (vielleicht wäre über feuchte Reinigungstücher nachzudenken…?), her damit!

    1. Katharina

      Ich antworte einfach mal darauf.
      Man muss die Tasse nicht so oft leeren wie man einen Tanpon wechseln muss.
      Gerade am Anfang habe ich öfter nachgesehen, aber mit der Zeit merkt man wann es soweit ist, ähnlich wie bei Tampons.
      Sollte man sie unterwegs (wo man nicht alleine am Waschbecken eine Spülsesseion einlegen kann) ausleeren müssen, ist das aber auch kein Problem.

      Vorher Hände waschen (logisch), und dann nach dem Ausleeren wenn nötig mit etwas Toilettenpapier ab- / auswischen, einsetzen fertig.
      Beim nächsten Mal dann natürlich wieder gründlicher säubern.
      Ich habe auch mal den Tipp gelesen eine kleine Wasserflasche mit auf die Toilette zu nehmen. Habe ich aber bisher nicht gebraucht.

      Ich kann so eine Tasse echt empfehlen! Abgesehen von der Wiederverwendbarkeit gefällt mir der Aspekt, dass sie mich nicht so austrocknet wie ein Tampon.
      Gerade an den letzten Tagen der Periode war es immer sehr unangenehm Tampons zu tragen.

      1. Sandy

        Das klingt sehr ausprobierenswert für mich! 😉

        Ich habe nämlich auch das Problem, dass das Tampon alles einsaugt und ich die Tage nach der Periode sehr empfindlich bin.
        Ich muss dass DING haben! 🙂

        VLG
        Sandy

    2. Sina Jasur

      Es gibt tatsächlich Reinigungstücher für die Cup. Aber ich benutze meine jetzt schon länger. Da kam ich noch nie in die Situation, weil Du die Cup ja nicht so häufig wechseln musst wie einen Tampon. Wenn Du abends weg gehst, vorher nochmal die Cup reinigen und neu einsetzen. Dann kannst Du die ganze Nacht durchtanzen

    3. VictoriaVanViolence

      Hallo hallo 🙂 Also da sich der Cup nicht vollsaugt wie ein Tampon und auch ein Fassungsvermögen von 30 ml hat, kann da so schnell nichts daneben gehen. Man muss ihn nicht so oft ausleeren wie man einen Tampon wechselt. Ich habe den Cup jetzt die Tage immer entlert bevor ich aus dem Haus gegangen bin, das war vollkommen ausreichend und ich musste unterwegs nichts machen. Wenn man allerdings mal länger unterwegs ist empfiehlt sich wohl eine kleine Wasserflasche die man mit auf die Toilette nimmt. Habe aber auch gelesen, dass man den Cup nicht zwingend auswaschen muss unterwegs. Allerdings ist es doch sicher angenehmer für die eigene Hygiene entweder ein Tuch oder ein bisschen Wasser dabei zu haben. Ich denke das ist aber alles eine Gewöhnungssache 🙂

  5. maja

    klingt interessant, ich hätte lust, das mal auszuprobieren!
    vielleicht kannst du ja mal berichten, wie es ist damit sport zu machen! 🙂

  6. Jule

    Ich habe meine Tasse nun bereits fünf Jahre und mag sie nicht missen.
    ich finde es nur gegen Ende meiner Periode immer sehr schwer sie zu verwenden, da sich mein Muttermund dann immer nach hinten wegdreht und ich sie dann nicht mehr gut raus bekomme. Und DAS ist wirklich gruselig und unangenehm.
    Und nach der Geburt unseres Sohnes fand ich das am Anfang auch sehr sehr unangenehm. Aber nun geht’s wieder.
    ich kann es nur empfehlen. 😉

  7. Sophie

    Ich wünschte, ich könnte auch eine Menstruationstasse benutzen, aber ich kriege nichtmal ein Tampon rein, es tut einfach zu sehr weh -.- ne echt vertrackte Situation, weil diese monatliche Qual nicht grade dafür sorgt, dass ich mich in meinem armen misshandelten und gehassten Körper wesentlich wohler fühle…
    Hab auch lange Zeit die Pille durchgenommen, um das zu umgehen, aber mittlerweile bekomme ich meine Tage trotzdem, daher nehme ich sie auch nicht mehr durch.
    Muss mal mit meiner FÄ drüber reden.

    1. VictoriaVanViolence

      Liebe Sophie, das klingt alles nicht so schön. Es ist keine Schande keine Tampons oder Cup nutzen zu können! Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse und du solltest es dann auch nicht versuchen zu erzwingen. Es gibt ja auch andere Methoden – Binden zum Beispiel. Ich weiß nicht wieso du deinen Körper hasst, aber ich denke nicht, dass du ihn hassen musst. Er ist wunderbar und einzigartig. Du solltest ihn liebhaben, pflegen und dir Gutes tun. Du hast nur diesen einen Körper und der ist was ganz besonderes. Ich weiß nicht was dir passiert ist, ich hoffe es ist nichts schlimmes. Aber egal was es ist, gibt dir dafür nicht die Schuld – such dir im Zweifel Hilfe, damit du ein zufriedenes Leben leben kannst. Ich wünsche dir alles Liebe <3

    2. Sabrina

      Ich konnte früher auch keine Tampons benutzen (damals habe ich dann Binden benutzt, was ich heute manchmal immer noch gerne mache) und dann hat die Frauenärztin festgestellt (weil das auch mit dem Sex nicht geklappt hat), dass eben das nicht reinpasst und auch dass Jungfernhäutchen sich nicht selbstständig löst. Ich weiß nicht mehr so genau, weil eigentlich hat das Jungfernhäutchen ja nichts mit dem Tampon benutzen zu tun und auf jeden Fall hatte ich einen kleinen Eingriff und jetzt kann ich Tampons benutzen. An diese Tasse traue ich mich persönlich noch nicht. Aber es ist doch nicht schlimm, wenn man keine Tampons benutzen kann. Jeder ist anders. Und sonst kann ich mich nur Victorias Antwort anschließen. 🙂

    3. Sabrina

      Ich habe für mich inzwischen eine Alternative zu Tampons und Wegwerfbinden gefunden, da ich mich auch nicht an die Menstruationstasse wage, weil mir das zu groß wirkt. Ich verwende Biostoffbinden, da tue ich der Umwelt und meiner Haut was Gutes (ich kann sie einfach mit der 60 Grad Wäsche mitwaschen) und muss dennoch nicht auf die Tasse umsteigen. Ich traue mich das nicht.

  8. Hanna

    Sehr angenehmer und lockerer Bericht der dieses Thema endlich nicht als ein Tabu oder Fachbegriffremix übermittelt. Ich werde mich mir die Tässchen aufjedenfall näher ansehen.
    Würde gerne den Mädels da draußen einen gut gemeinten Rat geben.
    Lasst die Pille weg. Oder informiert euch bitte endlich genau über die Risiken und Folgen.
    Müsste es auch erst selbst am eigenen Leib erfahren bevor ich mich gegen die Hormonbomben entscheiden musste! Mit ein bisschen weniger Glück wäre ich jetzt nicht mehr am Leben. Hatte 2012 eine Lungenembolie. Musste damals notoperiert werden. Man hat mir meinen Brustkorb geöffnet und meine Lungenflügel „gewaschen“. Überlegt euch bitte genau was ihr eurem Körper antut und erkundigt euch bei eurer Frauenärztin, Internet oder anderen Infoquellen.

  9. Sarah

    Hallo alle zusammen!
    Ja, dieses Thema ist irgendwie seltsam. Ich bin 25 und habe mich immernoch nicht damit abgefunden, dass ich das jeden Monat bekomme. Ich möchte das einfach nicht. Ich verspüre überhaupt keinen Drang dazu, mal ein Kind bekommen zu wollen. Für mich ist es eine völlig überflüssige Qual. Ich habe auch deswegen die Pille durchgenommen, bis eine Thrombose festgestellt wurde. Also muss ich auf östrogenhaltige Pillen verzichten. Die Pille gibt es allerdings auch ohne Östrogen und damit ist der thromboseverursachende Stoff weg. Diese Pille muss allerdings durchgenommen werden. Ich habe leider auch hier keinen Erfolg, dass die Blutung ausbleibt. Wenn der Körper eh auf Hormonen ist, muss man die Pause nicht machen. Das, was die Blutung bei der Pause verursacht, ist eine Hormonentzugsblutung und keineswegs natürlich. Auch, dass es einen reinigenden Effekt haben soll, ist längst widerlegt. Die monatliche Blutung setzt den Körper aufgrund des schwankenden Hormonhaushaltes unter Stress und ist damit nicht unbedingt gesund. Früher wurden die Frauen häufiger schwanger und hatten im Leben ungefähr nur ein Drittel so oft ihre Blutung, wie Frauen heutzutage. Ich suche im Moment nah einem Weg, dass ich meine Blutung einfach nie wieder bekomme. Aber der Tip mit der Tasse ist trotzdem sehr hilfreich 🙂

  10. Steffi E.

    Wow, dein Bericht ist richtig gut, ich habe auch spontan beschlossen mir so ein Ding zu kaufen 😀
    Ich habe über 10 Jahre lang die Pille genommen und merke jetzt erst, was ich meinem Körper damit angetan habe. Nicht falsch verstehen, ich hatte keine Probleme, habe auf den Tag genau meine Regel bekommen und sie war nach 3 Tagen wieder vorbei, keine Schmerzen und nix, alles easy. Jetzt habe ich die Pille vor mehr als 2 Monaten abgesetzt und im Fühlen hat sich sofort was verändert… ich habe wieder Lust auf Sex! Das war echt irgendwie so gut wie weg und jetzt von ganz alleine wieder Sex haben zu wollen, fühlt sich schon mal richtig gut an.
    Mit der Regel ist das nun alles etwas schwieriger, ich habe Schmerzen, Stimmungsschwankungen, fresse total viel kurz vorher und weiß nie so richtig, wann sie beginnt… zudem dauert sie echt lange und setzt zwischendurch auch gerne mal kurz aus^^ Aber: es fühlt sich natürlich an. Da ich einen Kinderwunsch habe, setze ich mich gerade intensiv mit meinem Körper auseinander und es gibt wirklich viele Sachen, die man super einfach verdrängt oder gar nicht mehr wahrnimmt, dank Hormonen, Tampons und vielen weiteren netten kleinen Hilfsmitteln. Ich habe schon vor einiger Zeit mal von diesen Menstassen gehört und fand es einfach nur supereklig… aber eigentlich ist es das Beste was man machen kann, denn ich merke gerade auch, dass Tampons nicht mehr so angenehm sind zur Zeit… eben weil meine Blutung doch ziemlichen Schwankungen unterliegt. Und ich habe wohl den gleichen Artikel gelesen wie du, mir ist richtig schlecht geworden… ich habe früher nie drauf geachtet und die Tampons bestimmt manchmal 10 Std. oder mehr drin gelassen… aber man lernt nie aus und so werde ich wohl mit fast 30 nun auch dahingehend was ändern… dank dir! 😉

    LG von Steffi E.

  11. Johanna

    Kurz vor Deinem Artikel habe ich mit meinen Kolleginnen auch über das Thema geredet. Anlass war der Bericht von Quarks & Co. Da ich meine Tasse bestimmt schon mehr als 5 Jahre habe, konnte ich meinen Kolleginnen einiges davon erzählen. Allerdings lächelt mich die rote so an, dass ich wohl – obwohl meine Tasse noch top ist – mir auch so eine zulegen werde. 🙂
    Ich würde mir wünschen, dass die Tasse sich weiter verbreiten würde, aber die gibt es nun schon so ewig und wirklich was getan hat sich da nicht. Viele ekeln sich vor ihrem eigenen Blut, obwohl ich persönlich Binden sehr viel ekliger und unhygienischer finde.

  12. Meh

    Huhu, super dass du dich dem Thema auch mal annimmst! Es gibt noch viel zuwenige die noch nie von den Menstruationstassen als Alternative gehört haben.
    Ich hab auch mit der MeLuna angefangen, dann aber zur Lunette gewechselt, da sie nochmal deutlich besser sitzt. Aus dem Grund hatte ich die MeLuna nach einiger Zeit auch nicht mehr wirklich benutzt weil sie ab und an eben doch nicht absolut sicher hielt.

    Hier gibts noch ein informatives Video dazu von JessVeganLifestyle.

    Würde mich interessieren wie zufrieden du damit bist.

    Viele Grüße
    Meh

  13. irgendwie anders

    Von dieser Menstruationstasse habe ich schon oft etwas gehört, mich aber nie direkt damit auseinandergesetzt. Gewohnheiten sind eben Gewohnheiten und so.
    Dein Artikel hat mich aber jetzt doch nachdenklich gemacht. Sehr praktisch, lang haltend, nachhaltig und preiswert. Was will frau mehr? 🙂

  14. kate

    Habe auch die MeLuna…..und bin sehr zufrieden damit…..anfangs ungewohnt….aber ich finde…man hat den Dreh schnell raus….

  15. Tamara

    Danke für diese Info.
    Ich habe mir ehrlich gesagt, auch selten Gedanken darüber gemacht.
    Nun überlege ich, auch einfach mal mir so eine „Tasse“ zu bestellen, und es auszuprobieren. Wäre ja die perfekte Alternative.

    Danke und weiter so 😀

  16. Rob

    Als Kerl ist das ja ein sehr vermientes Terrain,aber ich habe vor einigen Wochen bei einer Liebschaft diese Tasse „gefunden“. Fand ich interessant, hatte bis dato noch nie davon gehört. Allerdings habe ich mit Blut und Co. auch keine Berührungsängste.
    Kannte diese VICE-Artikel auch und war geplättet, was mit Tampons so alles passieren kann.
    Also Ladys, mein Appell: Finger weg von Kerlen, die ein „Bäähh“ herausschreien müssen. Ist nur der gute alte patriachale Gebärneid.
    Steht zu eurem Körper, seinen Funktionen, seinen Fähigkeiten und seinen Möglichkeiten. Ihr seid genau richtig so, wie ihr seid!

  17. Joleen

    Jaa immer das leidige Thema..
    Ich habe letztens noch auf tumblr oder so gelesen, wie ein Mann sich darüber ausgelassen hat, dass Frauen sich doch nicht über die Tamponsteuer (Australien – da wurden dagegen dann Unterschriften gesammelt) beschweren sollten, wenn sie was dagegen haben sollen sie doch bitte die früheren Methoden anwenden.
    Beste Antwort einer Frau darauf: „Before, the women used rags. I’d like to use them and slap you in your face with them“. Habs richtig gefeiert ^^

    Wollte mir auch so eine Menstruationstasse von Meluna zulegen. Jetzt sitz ich hier in Australien und merke dass es ein deutsches Produkt ist -.- Wollte es unbedingt testen, bin grad auf der Suche ob es hier sowas ähnliches gibt weil als Backpacker die immer mitten durch die Pampa latscht wäre die sws viel praktischer als Tampons. Könnte mir richtig in den Arsch beißen mich nicht früher drum gekümmert zu haben ^^

    Wollte dir auch einfach mal danke sagen für deinen Blog, deine Initiative für Tierrechte und im Allgemeinen für Toleranz. Lese mich immer wieder gerne mal hier durch und finds toll wie du deine Aussagen bzw deine Meinung vertrittst – immer sehr stark und selbstbewewusst, ohne andere in den Dreck zu ziehen. Es ist nur schlicht und einfach deine Meinung.

  18. Lena

    Wirklich ne Überlegung wert sowas. Aber zum Thema „Pille durchnehmen“.. ich nehme auf Anraten meiner Ärztin die Pille mittlerweile 3 Monate durch und bekomm erst dann meine Tage wieder. Einfach weil ich so unglaubliche Schmerzen hatte inklusive Verdacht auf Endometriose und sich das dadurch bessern sollte. Und da es genauso war, kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen es anders zu machen. Auch wenn ich mir andauernd Gedanken über die Nebenwirkungen mache. Aber hatte mit meiner ersten Pille damals so Probleme, dass ich bei einer neuen Ärztin extra nach der niedrig dosiertesten gefragt habe die es gibt, da die Nebenwirkungen ja hauptsächlich vom (unnötig) viel zu hoch dosierten Östrogen kommen. Mit der neuen Pille überhaupt keine Probleme bis heute. Schmerzen aushaltbar und auf jeden Fall besser als vorher, Periode dauert nur noch drei Tage und relativ geringe Blutung. Deshalb finde ich diese Variante auch sehr interessant.

  19. Fee

    Oh Maaaaaaaaaaan …
    Ich habe in meinem ganzen Leben vielleicht 3 Tampons benutzt, nicht nur weil die mir so unglaublich wehtun, nein ich bin eh ein totaler schisser was Krankheiten angeht und habe sowieso immer einen großen Bogen um den scheiss gemacht… Gut Binden sind da wahrscheinlich keine bessere Alternative, aber wenigstens verliere ich mein Bein nicht wie dieses wunderschöne Model, denn ja ich habe diesen Artikel auch gelesen…
    Ich denke ich werd mir dieses Tässchen auch mal zulegen…
    Hab ich aber noch nie bei mir im Veganz gesehen, muss ich mal nachfragen.

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