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Bücher sind inzwischen mein Hobby, meine Leidenschaft und Passion. Stundenlang schmökere ich in Buchläden und gehe nie mit leeren Händen heim. In Büchern steckt nicht nur geballtes Wissen, häufig sind sie auch ein Safe Space, ein schöner Ort, ein gutes Gefühl. In der Bahn, am Strand, im Bett - die kleinen eckigen Buchstaben-Potpourris sind stetige Begleiter.

Gerne möchte ich euch hier meine liebsten Bücher vorstellen. Das sind vornehmlich Sachbücher zu geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen. Aber es versteckt sich sicher auch mal ein Werk der schöngeistigen Literatur dazwischen. Denn das Schöne am Lesen: Man muss sich nicht auf irgendetwas festlegen.


Sachbuch  |  Medizingeschichte

Sachbuch | Medizingeschichte

DIE HEILUNG DER WELT: Das Goldene Zeitalter der Medizin 1840-1914

Ronald D. Gerste | 2021

Selten so viele Aha-Momente wie bei dieser Lektüre gehabt. Gerste beschreibt die Geschichte der Medizin von 1840-1914 in einzelnen Kapiteln und widmet sich in jedem Kapitel einem Themenkomplex. So findet die Kokainsucht genauso Raum wie die Entdeckung von Bakterien oder ominöses Kindbettsterben. Es war zu erwarten, dass viele bekannte Namen auftauchen und diese Vorahnung wurde nicht enttäuscht. Robert Koch, Sigmund Freund und Ignaz Philipp Semmelweiß geben sich hier die Klinke. Fasziniert hat mich, dass die einzelnen Geschichten letztlich immer ineinander greifen und es in dieser medizinhistorischen Geschichte stets zu Überschneidungen der Protagonist:innen und Themen kommt. So erhält man beim Lesen ein relativ solides und umfassendes Bild der Entwicklungen dieser Zeit. Spannend sind Verweise zur Corona-Pandemie und die Erkenntnis, dass auch unser heutiges Wissen von kommenden Generationen überholt sein oder gar belächelt wird.

400 Seiten | € 24,00 (gebunden) | ISBN: 978-3608984095

Sachbuch  |  Sprachgeschichte

Sachbuch | Sprachgeschichte

DIE SPRACHREINIGER: Der Kampf gegen Fremdwörter und der deutsche Nationalismus

Prof. Dr. Karl-Heinz Göttert | 2019

Hallo. Ich bin ein kleiner Blindtext. Und zwar schon so lange ich denken kann. Es war nicht leicht zu verstehen, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man ergibt keinen Sinn. Wirklich keinen Sinn. Man wird zusammenhangslos eingeschoben und rumgedreht – und oftmals gar nicht erst gelesen. Aber bin ich allein deshalb ein schlechterer Text als andere? Na gut, ich werde nie in den Bestsellerlisten stehen. Aber andere Texte schaffen das auch nicht. Und darum stört es mich nicht besonders blind zu sein. Und sollten Sie diese Zeilen noch immer lesen, so habe ich als kleiner Blindtext etwas geschafft, wovon all die richtigen und wichtigen Texte meist nur träumen.

368 Seiten | € 24,00 (gebunden) | ISBN: 978-3549100097